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Shut up! This is a night trip.

10. Sept.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Sept.

Um 22 Uhr herum, also für mich schon ‚in der Nacht‘, stieg ich nach einem wundervollen, sonnigen Tag in Münster in den FLIXBUS ein, um zurück nach Bielefeld zu fahren.

Einer der beiden kräftig gebauten Buschauffeure kontrollierte mein Ticket, der andere verstaute Gepäckstücke der Mitreisenden im Kofferraum. Ihre Physiognomie und ihr Auftreten erinnerten schwer an durchtrainierte Leibwächter eines Promis oder an Türsteher eines schicken Nachtclubs.

Es war schon ziemlich dunkel, und weil ich die Sitzplatznummern nicht fand, setzte ich mich am Oberdeck auf irgendeinen der noch wenigen freien Plätze.

Hinter mir unterhielt sich ein Paar mit leisen Stimmen auf Tschechisch.

Bielefeld liegt auf der Flixbus Route von Amsterdam nach Prag. Was wohl auch die gute Laune und das Lachen der zwei jungen Männer vor mir erklärte. Die Stimmung war also recht gut und angenehm.

Plötzlich ertönte aus dem Nichts eine sehr bestimmte, energische feldwebelhafte Aufforderung übers Mikrophon: „Be quiet! Shut up! This is a night trip.“

Einer der Buschauffeure spielte die Autoritätskarte aus. In der Sekunde verstummten alle Fahrgäste.

Und unglaublich, aber wahr: Bis zur Ankunft in Bielefeld nach 1 h und 45 Minuten war es mucksmäuschenstill. So etwas hatte ich noch nicht erlebt.

Deutschland ist eben doch anders.

Lag es daran, dass die Autorität der Busfahrer uneingeschränkt anerkannt wurde?

 
 
 

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